Letztes Wochenende waren wir also mit der Band in Berlin, das heißt, wir haben Freitag aufgespielt, danach gefeiert. Zwei sind Samstag nachmittag wieder heim, ein Kollege und ich sind noch geblieben. Es war sehr sehr gut, viel besser, als ich dachte. Denn ich hatte ein eher negatives Bild von dieser deutschen Groß- und Hauptstadt.
Der Laden in dem wir spielten, Antje Oeklesund, war total inoffiziell, d.h. eigentlich eine große Werkstatt in einem Hinterhof, wo ein paar Leute ihre Kunstinstallationen aufstellen und auch gelegentlich Bands spielen lassen. “Unsere” Installation war die Nachstellung einer Straßenecke Berlins, sehr abgefahren. Die Bühne war sozusagen eingerahmt, das sollte ein Schaufenster darstellen. Die wenigen Menschen, die da waren, fanden die Musik glaub ich immerhin ganz gut und haben auch brav applaudiert. Viel wichtiger finde ich aber die Band, die nach uns spielte. Exil-Israelis, zwei wohnen in Berlin, einer in Den Haag, alles studierte Musiker, die Sonic Youth glaube ich die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Das war so avantgarde (aber nicht so avantgarde, dass es den Gitarristen davor geschützt hätte, dass auf seiner total abgefahrenen russischen Gitarre namens Stella, die ca. 7 Tonabnehmer hatte, eine Seite riss und er dann meine spielen musste). Das ist vor allem aber wohl Berlin
Zum Samstag nenne ich nur Stichpunkte:
“Berlin ist schlimmer wie der kleinste Ort… in Frankreich”
“Wenn ick groß bin, dann koof ick mir Dave Lombardo”
“Einen Kaffee Thrombose to go”
Ach ja, und wenn ihr mal in Berlin seid, dann ist die Ankerklause am Landwehrkanal in Kreuzberg sehr empfehlenswert. Toll ist, dass die Gäste die Musik bestimmen, denn es gibt eine Jukebox, die dann das ganze Lokal beschallt. Die Musikauswahl ist traumhaft!


aber war ne geile zeit, lustige band auf jeden fall…
